Mit seiner besonders leistungsfähigen Milchkuhherde von 210 Tieren hat sich das Gut Wilhelmsdorf aus Bielefeld beworben. Beeindruckt hat nicht nur die hohe Leistung der Tiere von durchschnittlich 9.000 kg/Tier im Jahr, sondern auch die Vermarktung über die hofeigene Molkerei. 90.000 Liter Milch werden monatlich verarbeitet und in der Region an den Lebensmitteleinzelhandel, Kindertagesstätten und rund 500 Privatkunden verkauft.

Zudem haben die Betriebsleiter Dr. Ulrich Schumacher und Johannes Berger bereits im Jahr 2000 in eine Biogasanlage investiert, die aus Stallmist und Futterresten Wärme für ein angrenzendes Altersheim und drei Wohngebäude erzeugt.

Als weiterer Preisträger konnte der Hof Gasswies der Familie Rutschmann aus Baden-Württemberg mit seiner Muttergebundenen Kälberhaltung überzeugen. Das Ehepaar verbindet den Schutz der Biodiversität im Klettgau mit der Haltung von 50 Milchkühen und deren Nachzucht. Von 120 ha Fläche werden nur 15 Prozent für den Futterbau genutzt. Der Rest steht für Getreide, Soja und andere Marktfrüchte zur Verfügung.

Für ihr Engagement in der ökologischen Züchtung von Gemüsesorten erhielt auch die Bingenheimer Saatgut AG aus Hessen eine Auszeichnung beim Bundeswettbewerb. Die Bingenheimer Saatgut ist der Verbund von vier Züchterbetrieben des Vereins Kultursaat e.V. Die Züchter haben bereits Sorten entwickelt, die vom Bundessortenamt zugelassen sind. (brs)
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