Autohersteller contra B 10


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Die Automobilhersteller wehren sich gegen eine höhere Beimischung von Biodiesel. Das zeigte sich heute in Brüssel auf einer Konferenz, die sich eigentlich eher technischen Fragen widmete. Hauptsächlich ging es um die Normung von Diesel und Benzin in Zeiten der Biokraftstoffe auf EU-Ebene. Aus aktuellem Anlass positionierte sich die Autoindustrie dann zu B 10, also Diesel mit einem Anteil von 10 Prozent Biodiesel. Ein solcher Kraftstoff dürfe nur getrennt vom normalen Diesel an den Tankstellen verkauft werden, erklärte Anders Röj vom Europäischen Verband der Automobilhersteller (ACEA). Die heute üblichen Partikelfilter passten nicht zu B 10. Eine Verdünnung des Motoröls drohe durch den Biodiesel. Außerdem könne es zu Schwierigkeiten bei der Einspritztechnik kommen.

Hinter vorgehaltener Hand wurden andere Autohersteller noch deutlicher. Biodiesel sei eine veraltete Technologie, die im Gegensatz zu dem weiter entwickelten mineralischen Diesel den Autoherstellern große Probleme bereite, kritisierte der Vertreter eines deutschen Autokonzerns. Keine guten Voraussetzungen für die Normierungsdebatte, die sich auf die geforderten 10 Prozent der Biokraftstoffe im Jahr 2020 einstellen muss. (Mö)

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