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Die Bundesregierung und die Automobilindustrie sehen besonderes Potenzial in den Biokraftstoffen der 2. Generation. Sie haben bei einem Treffen in Berlin vereinbart, den Anteil von Biokraftstoffen im Straßenverkehr weiter auszubauen, um zur Senkung der CO2-Emissionen beizutragen. Bei früheren Beratungen zur Kraftstoffstrategie der Bundesregierung waren alle Beteiligten davon ausgegangen, dass der weit überwiegende Teil der Otto-Motoren den Kraftstoff E10, der 10 Volumenprozent Ethanol enthält, verträgt. Nun ist bekannt, dass etwa 375.000 Fahrzeuge deutscher Hersteller auf den Kraftstoff SuperPlus umsteigen müssen.

Bevor das Bundesumweltministerium nun weitere Schritte unternimmt und die Verordnung dem Bundeskabinett zur abschließenden Beratung vorlegt, sollen die Automobilhersteller und die internationalen Kraftfahrzeughersteller bis Ende März jene PKW benennen, deren Motoren nicht für E10 geeignet sind. Die Fahrzeughersteller haben zugesichert, bei Problemen verbraucherfreundliche Lösungen zur Verfügung zu stellen. (ED)

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