BASF: 15 neue Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe bis 2006

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Im vergangenen Jahr konnte der BASF-Konzern einen Umsatzzuwachs von insgesamt 22 Prozent verbuchen. Bis auf das Geschäftsfeld Pflanzenschutz haben alle Unternehmensbereiche nach Angaben der BASF einen positiven operativen Ergebnisbeitrag geliefert. Das Pflanzenschutzgeschäft, das zum Unternehmensbereich Gesundheit und Ernährung neben Pharma und Feinchemie zählt, werde noch durch die Integrationskosten für das übernommene Pflanzenschutzgeschäft von American Home Products belastet. Bereits in diesem Jahr soll die Hälfte der erwarteten Synergien von 250 Mio. US-$ realisiert werden.

Bis 2006 will das Unternehmen 15 Wirkstoffe mit einem Umsatzpotenzial von bis zu 2 Mrd. Euro pro Jahr zur Marktreife entwickeln. Besonders vielversprechend sei das Fungizid F 500 aus der Klasse der Strobilurine. Das neue Fungizid, das ein breites Wirkunsgspektrum in vielen Kulturpflanzen wie Getreide, Reben, Gemüse und Obst besitzt, soll nach Angaben der BASF voraussichtlich 2002 auf den Markt kommen. Das Umsatzpotenzial wird auf 300 Mio. Euro pro Jahr geschätzt.

In der Pflanzenbiotechnologie will die BASF bis 2010 zu den führenden Unternehmen zählen. Pflanzen mit höherem Vitamingehalt oder mit Omega-3-Fettsäuren zur Vorbeugung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen will das Unternehmen ab 2005 auf den Markt bringen.

Deutlich ausgebaut hat die BASF im vergangenen Jahr ihre Marktstellung im Vitamingeschäft durch die Akquisition des Geschäfts von Takeda. Die BASF hat nun nach eigenen Angaben einen Marktanteil von weltweit knapp 30 Prozent. Investitionen in Höhe von 600 Mio. Euro sind in den kommenden sechs Jahren für Kapazitätserweiterungen bestehender und den Bau neuer Anlagen zur Vitamin-Herstellung geplant. (AW)
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