Pflanzenschutzbranche

BASF baut auf eigene Stärke

Den Agrarmarkt betrachtet BASF trotz eines volatilen Wirtschaftsumfelds weiter als sehr attraktiv. Globale Trends, wie die Notwendigkeit, die Nahrungsmittelproduktion und die Lebensmittelqualität zu steigern, halten nach Einschätzung des Konzerns unvermindert an. „Wir sind in der hervorragenden Position, unseren Kunden die richtigen Lösungen für ihre spezifischen Anforderungen anbieten zu können“, sagte Markus Heldt, Präsident des BASF-Unternehmensbereichs Crop Protection am Dienstag auf der globalen Pressekonferenz in Ludwigshafen.

Wachstum aus eigener Kraft

Zur aktuellen Konsolidierung in der agrochemischen Industrie sagte Heldt: „Wir streben aktiv danach, die Chancen zu nutzen, die sich aus den laufenden Fusionen ergeben, um unsere Präsenz zu stärken und unser Angebot weiter auszubauen.“  Dr. Harald Schwager, Vorstandmitglied der BASF, bekräftigte, dass sein Unternehmen auch aus eigener Kraft wachsen könne. Er stellte ein Umsatzziel von 8 Mrd. € für den Agrarsektor in Aussicht, verglichen mit 5,8 Mrd. € im Jahr 2015. Schwager wies darauf hin, dass der Umsatz der Sparte bereits in den zurückliegenden zehn Jahren um 75 Prozent auf 5,8 Mrd. € gestiegen ist.

Profitabilität soll gehalten werden

Außerdem war die Sparte sehr profitabel. Sie erzielte nach Angaben von Schwager in diesen zehn Jahren eine durchschnittliche Ebitda-Marge von 25 Prozent. Das sei, so Schwager, ein „Spitzenwert in der agrochemischen Industrie“. Allerdings hat sich diese Kennzahl zuletzt abgeschwächt. Im Jahr 2015 lag sie bei 22,7 Prozent. Bis Ende 2016 erwartet BASF weiter Schwankungen im Agrarmarkt und ein „herausforderndes Geschäftsumfeld". Basierend auf den aktuellen Entwicklungen besteht das Finanzziel des Unternehmensbereichs Crop Protection für 2016 darin, die Profitabilität auf dem Niveau des Vorjahres zu halten. „Wir werden unsere Vertriebsanstrengungen intensivieren und durch die Einführung neuer Produkte und Formulierungen unterstützen“, erklärte Schwager.

Neue Produkte versprechen Umsätze

BASF investiere umfassend in die eigene Forschung und Entwicklung. „Wir sind der Überzeugung, dass nicht die Unternehmensgröße alleine, sondern Kundenorientierung und Agilität die entscheidenden Faktoren für unser Wachstum sind, denn die Anforderungen der Landwirte verändern sich schnell“, sagte Heldt. Für die Innovationen, die zwischen 2015 und 2025 auf den Markt gebracht werden, rechnet das Unternehmen mit einem Spitzenumsatzpotenzial von 3 Mrd. €. Als ein Beispiel nannte Heldt Revysol, das neueste Fungizid des Unternehmens. Der Wirkstoff soll ab der Saison 2018/19 am Markt eingeführt werden. (db)
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