BASF beantragt Versuche für GV-Kartoffeln


Die BASF-Tochter Plant Science will die Genehmigungsverfahren für zwei gentechnisch veränderte (GV-)Kartoffelsorten in Gang halten. Für Limburgerhof beantragt das Unternehmen Versuchsflächen.

Zunächst einmal gehe es darum, die Genehmigungsverfahren für die beiden GV-Kartoffeln Modena und Fortuna in Gang zu halten, erläuterte ein BASF-Sprecher auf Anfrage von agrarzeitung.de. Einen konkreten Saattermin für die Freisetzungsversuche gebe es daher nicht.

Letztlich, so die Darstellung des Unternehmenssprechers, handele es sich bei dem Antrag zunächst um eine Formalie. Sollten im Zuge der Genehmigungsverfahren Tests an den Kartoffellinien gefordert werden, müsse das Unternehmen dafür Versuchsflächen vorhalten können. Die Kartoffelsorte lagert reine Amylopektinstärke ein und ist für die industrielle Nutzung vorgesehen. Die Kartoffelsorte Fortuna ist gegen die Kraut- und Knollenfäule resistent.

Der Antrag für die Freisetzungsversuche wurde beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gestellt und Ende 2012 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Beantragt wurden Versuchsflächen von 10 ha für die beiden Stärkekartoffeln am Standort Limburgerhof in Rheinland-Pfalz. Die Versuche sollen von 2013 bis 2017 laufen. Die Beantragung weiterer Freisetzungsstandorte behält BASF sich vor. Am 11. Februar läuft die Frist für Einwendungen gegen die Versuche ab. (pio)
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