Limburgerhof

BASF investiert in biologischen Pflanzenschutz


Der Chemiekonzern BASF arbeitet an innovativen Lösungen, die über den klassischen Pflanzenschutz hinausgehen sollen. Ein weiterer Schritt in diese Richtung ist das nun vollständig in Betrieb genommene Kompetenzzentrum am Hauptsitz des Unternehmensbereichs Crop Protection in Limburgerhof. Das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum (F&E) vereint laut Unternehmensangaben zwei viel versprechende und sich optimal ergänzende Forschungsbereiche unter einem Dach: der biologische Pflanzenschutz und Saatgutlösungen.

„Die Investition in diesen Ausbau ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg, das landwirtschaftliche Potenzial von Saatgut und Kulturen voll auszuschöpfen“, sagt Philipp Rosendorfer, Vice President R&D Functional Crop Care für den Unternehmensbereich BASF Crop Protection. Die Suche nach biologischen Lösungen, die auf natürlich vorkommenden Organismen oder Auszügen daraus beruhen, böte vielversprechende Möglichkeiten, den chemischen Pflanzenschutz von BASF zu ergänzen. Außerdem ermögliche die Kombination aus Chemie und Biologie eine neue Bandbreite an wegweisenden Lösungen für die Behandlung von Saatgut. Das Unternehmen greift dazu auf seine "Lebewesen-Bibliothek" zurück, in der sich bis zu 6.000 Organismen befinden, die für den biologischen Pflanzenschutz einsetzbar sein können.

Das neue Zentrum wird die Zentrale für ein weltweites BASF-Netzwerk sein. Es setzt sich aus F&E-Standorten und Testzentren zusammen, darunter in Brasilien, Argentinien, Frankreich, Großbritannien, Südafrika, China, Australien, USA und Kanada.

Insgesamt investiert BASF einen zweistelligen Millionenbetrag in Forschungs- und Entwicklungarbeiten, die über den klassischen Pflanzenschutz hinaus gehen. Ein Baustein ist das jetzt von den Mitarbeitern in Betrieb genommene Zentrum mit 40 Arbeitsplätzen. Die offizielle Eröffnung findet im Rahmen einer Pressekonferenz Anfang September statt. (kbo)


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