Chemiekonzern

BASF mit starkem 2. Quartal

Mit einem Umsatz von 16,3 Mrd. € liegt BASF um 12 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das Ebit vor Sondereinflüssen konnte um knapp ein Drittel auf 2,3 Mrd. € gesteigert werden, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Für das 1. Halbjahr bilanziert BASF einen Umsatz von 33,1 Mrd. € (plus 15 Prozent) und ein Ebit vor Sondereinflüssen von 6,8 Mrd. € (plus 23 Prozent).

Für das Gesamtjahr rechnen die Ludwigshafener weiter mit einem „deutlichen Umsatzwachstum“ von mindestens 6 Prozent und einem um mindestens um 11 Prozent höheren Ebit vor Sondereinflüssen als 2016. „Im Vorjahresvergleich konnten wir den Absatz das fünfte Quartal in Folge steigern. Umsatz und Ergebnis haben wir verglichen mit dem 2. Quartal 2016 kräftig erhöht“, sagte Dr. Kurt Bock, Vorsitzender des Vorstands der BASF SE.

Der starke Anstieg beruht vor allem auf den hohen Ergebnissteigerungen der Segmente Chemicals und Oil & Gas. Niedrigere Ergebnisse bei Performance Products, Functional Materials & Solutions und Agricultural Solutions wirkten dagegen dämpfend. In der Agrarsparte stieg der Umsatz im 1. Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4 Prozent auf 3,4 Mrd. €. Das Ebit vor Sondereinflüssen ging um 106 auf 805 Mio. € zurück. Für das Umsatzplus seien ein höherer Absatz insbesondere in Nordamerika und Osteuropa sowie positive Währungseffekte ausschlaggebend gewesen.

Zukäufe im Agrargeschäft bleiben ein Thema

Im Agrochemiegeschäft bleibt BASF an ergänzenden Zukäufen interessiert, erklärte Bock bei der Vorstellung des Berichts. Ob dabei auch das Saatgut-Geschäft in Frage käme, das etwa aus kartellrechtlichen Gründen im Zuge der Fusion von Bayer und Monsanto auf den Markt kommen könnte, ließ der BASF-Chef offen, berichtet das Handelsblatt. Möglichkeiten, das Pflanzenschutzgeschäft weiter zu stärken, würden geprüft. Inwieweit dabei Saatgut eine Rolle spielen könne, sei „eine Frage, die sehr, sehr differenziert zu beantworten ist. Da gibt es keine pauschalen Antworten, und wir schauen uns sicherlich das Umfeld sehr genau an“, so Bock. (SB)
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