Pflanzenschutz

BASF sieht sich gewappnet


Dieser Wert bezieht sich auf Produkte und Lösungen, die zwischen 2015 und 2025 auf den Markt gebracht wurden. „Die vielversprechende Pipeline ist das Ergebnis kontinuierlicher Investitionen in Forschung und Entwicklung“, teilte das Unternehmen heute mit. Allein 2015 betrugen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Unternehmensbereich Crop Protection 514 Millionen €. „Innovation ist und bleibt eine wesentliche Komponente der modernen Landwirtschaft“, erklärt Markus Heldt, Leiter des BASF-Unternehmensbereichs Crop Protection.

Fungizid mit Blockbuster-Potenzial

Im Bereich Fungizide mache BASF große Fortschritte bei der weltweiten Markteinführung eines neuen Wirkstoffs mit Blockbuster-Potenzial, heißt es in Ludwigshafen. Das neue Fungizid zeige ausgezeichnete biologische Wirksamkeit und soll ein zentrales Instrument bei der effektiven Bekämpfung von Krankheiten in verschiedenen Feld- und Sonderkulturen werden. Das Fungizid befinde sich in einer fortgeschrittenen Entwicklungsphase und werde voraussichtlich ab 2019 erhältlich sein.

Herbizide gegen resistente Unkräuter

Herausragend unter den kommenden Innovationen im Bereich Herbizide sei eine weiterentwickelte Dicamba-Formulierung. Engenia sei für den Einsatz in Dicamba-/Glyphosat-toleranten Anbausystemen entwickelt worden und ein sehr leistungsfähiges Mittel bei der Bekämpfung resistenter Unkräuter in Feldkulturen. Vorbehaltlich der anstehenden Registrierung werde Engenia im Laufe des Jahres zunächst in Amerika verfügbar sein. Für Anfang des nächsten Jahrzehnts stellt BASF neue Mittel zur Bekämpfung von resistenten Unkräutern in Aussicht. Noch vor 2020 sollen zwei neue Verbindungen für die Insektenbekämpfung und das Resistenzmanagement zur Verfügung stehen.

Lösungen für gesündere Pflanzen

„Für uns geht Innovation über die Entdeckung neuer Moleküle und agrochemischer Verbindungen hinaus“, so Heldt. „Wir investieren ebenso in Bereiche wie IT, Formulierungstechnologien, biologischen Pflanzenschutz und neue Geschäftsmodelle.“ Das Arbeitsgebiet Functional Crop Care bietet in Ergänzung zum klassischen Pflanzenschutz Lösungen für gesündere Pflanzen und höhere Erträge. Weitere innovative Entwicklungen aus dem Bereich Functional Crop Care befinden sich in der Markteinführungsphase und sollen bis zum Jahr 2020 für BASF in der Summe Umsätze von über 500 Millionen € generieren.

Forschungsausgaben bleiben hoch

Die erfolgreiche Markteinführung innovativer Lösungen ist ein wichtiger Wachstumsmotor für den BASF-Unternehmensbereich Crop Protection. In den vergangenen Jahren wurde rund 40 Prozent des Umsatzes mit Produkten erwirtschaftet, die jünger als fünf Jahre sind. Um die mit Innovationen erzielten Markterfolge weiter auszubauen, werde BASF Crop Protection auch künftig rund 9 Prozent des Unternehmensbereichs-Umsatzes in Forschung und Entwicklung investieren. (SB)
stats