BASF spürt Preisdruck im Agrargeschäft


An Pflanzenschutzmitteln hat die BASF SE, Ludwigshafen, zwar weltweit im 2. Quartal 2010 mehr verkaufen können. Das Ergebnis wird aber durch Preisrückgänge und höhere Investitionen in Forschung & Entwicklung sowie Vertrieb belastet. So weist der Konzern heute ein Umsatzplus von 3 Prozent auf 1,2 Mrd. € für den Geschäftsbereich Agricultural Solutions aus. Das Ebit ist im Vergleich zum Vorjahrsquartal aber um 13 Prozent auf 320 Mio. € gesunken. In Europa konnte der Konzern den Absatz an Herbiziden für Ölsaaten sowie in Osteuropa für Mais steigern. Für den Verkauf an Fungiziden war die Witterung jedoch ungünstig. Preisdruck spürt BASF vor allem in Nordamerika. Dort sank der Fungizidabsatz deutlich durch hohe Lagerbestände im Handel. Mengenzuwächse erreichte das Unternehmen vor allem in Asien und Südamerika. Im 1. Halbjahr erzielte der Konzern im Agrargeschäft einen Umsatz von insgesamt knapp 2,4 Mrd. € (plus 2 Prozent) und ein Ebit von 641 Mio. € (minus 9 Prozent).

Während das Agrargeschäft ein schwaches Ergebnis lieferte, weisen die anderen Geschäftsbereiche zweistellige Zuwachsraten auf, ausgenommen das Segment Öl & Gas. Der Konzern profitiert vor allem vom Aufschwung des Chemiegeschäftes. Der Konzernumsatz stieg im 1. Halbjahr um 28 Prozent auf insgesamt 31,7 Mrd. € zu. Das Ebit vor Sondereinflüssen nahm um 96 Prozent auf insgesamt 4,2 Mrd. € zu. (AW)
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