Neunmonatszahlen

BASF spürt langes Sommerloch


Nach Abschluss des 3. Quartals 2015 äußert sich der BASF-Vorstand Kurt Bock enttäuscht. „Unseren Ausblick für das Jahr 2015 passen wir an. Wir erwarten jetzt einen leichten Rückgang von Umsatz und Ebit vor Sondereinflüssen“, so Bock. Als Gründe für die getrübte Perspektive in der gesamten BASF SE, Ludwigshafen, nannte er heute die schwächere konjunkturellen Entwicklung und den gefallenen Rohölpreis.

Im Segment Agricultural Solutions berichtet das Unternehmen von einem Quartal, das 6 Prozent mehr Umsatz, aber ein um 84 Prozent verringertes operatives Ergebnis (Ebit) brachte. Im Einzelnen berichtet BASF für das 3. Quartal 2015 von einem deutlich rückläufigen Umsatz in Europa. Hier wurden weniger Mengen verkauft, vor allem an Fungiziden in Westeuropa. Den rückläufigen Absatz bei Rapsherbiziden begründet das Unternehmen mit „höherem Wettbewerbsdruck“. In Nord- und Südamerika verzeichnete BASF dagegen ein deutliches Umsatzwachstum in nationaler Währung. Umgerechnet in Euro kommt davon jedoch wegen des Währungseinflusses weniger im Konzern an.

Für die neun Monate Januar bis September 2015 summiert sich der Umsatz im Agrargeschäft auf 4,7 Mrd. €. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beträgt der Anstieg 7 Prozent. Das Ebit ist jedoch mit 944 Mio. € um 4 Prozent geringer. Für das Gesamtjahr 2015 stellt Bock in Aussicht, dass entgegen den bisherigen Erwartungen des Unternehmens das Ergebnis auf Grund des schwierigen Marktumfelds voraussichtlich leicht unter dem Wert des Jahres 2014 liegen werde. (db)

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