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Die BASF AG, Ludwigshafen, steigt aus dem Lysin-Geschäft aus und wird ihre Produktionsanlage in Gunsan, Südkorea, Mitte dieses Jahres schließen. "Um unser Feinchemiegeschäft wieder profitabel zu machen, konzentrieren wir uns im Arbeitsgebiet Ernährung auf konjunkturrobustere Produkte. In den Arbeitsgebieten Cosmetic Solutions und Pharma Solutions setzen wir auf Wachstumsmärkte", sagte Dr. Wolfgang Büchele, Leiter des Unternehmensbereichs Feinchemie. Mit der heute bekannt gegebenen Entscheidung will sich der Konzern "langfristig als zuverlässiger Lieferant der Lebensmittel- und Tierernährungsindustrie" positionieren und die "Aktivitäten fokussieren auf die Produktion und Vermarktung von Vitaminen, Carotinoiden, Enzymen und organischen Säuren."

In den vergangenen drei Jahren habe die BASF am Standort Gunsan die Kosten erheblich gesenkt. Jedoch hätten "steigende Rohstoffpreise, Überkapazitäten und die hohe Abhängigkeit von Exporten das Lysingeschäft unprofitabel gemacht", schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Produktionskapazität von Lysin in Gunsan beträgt derzeit rund 100.000 t pro Jahr. Von der Schließung betroffen sind rund 180 Mitarbeiter. Die Schließung der Lysin-Anlage ist Teil des laufenden Restrukturierungsprogramms des Unternehmensbereichs Feinchemie, das die BASF im Januar 2006 gestartet hat. (ED)

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