Weltweit und auch in Europa werden Anbausysteme aus herbizidtoleranten Kulturen und dem passenden Herbizid bereits erfolgreich praktiziert, berichtet Matthias Pfenning, technischer Manager der Clearfield-Technologie bei BASF heute in Fulda.

„Seit 2011 arbeiten alle wichtigen Rapszüchter in Deutschland und Europa mit“, unterstreicht er vor Beratern das Interesse seitens der Pflanzenzüchter. Pfenning rechnet mit einem schnell zunehmenden Sortenangebot.

BASF habe 75 Hybriden von sechs Rapszüchtern im Test: Sie müssen beweisen, dass sie zum Anbausystem passen. „Achtzig Prozent davon sind für die Vermarktung geeignet“, lobt er die Züchter. Im kommenden Jahr seien weitere neue Sorten angekündigt von noch mehr Züchtern.

Weißbuch mit praktischen Tipps

In mehreren Kulturen weltweit würden solche konventionell gezüchteten Toleranzen genutzt, um Problemunkräuter in den Griff zu bekommen. Mit diesem Argument versucht Pfenning bei der Beratertagung auch jene Experten zu überzeugen, die Herbizidtoleranzen in der Fruchtfolge skeptisch gegenüber stehen. BASF habe dafür 1998 die internationale Dachmarke Clearfield eingeführt.

Mittlerweile gebe es Clearfield-Anwendungen für Reis, Raps, Sonnenblumen, Mais, Weizen und Linsen. In Europa sei Clearfield 2003 mit Sonnenblumen in Osteuropa gestartet und heute auf 2 Mio. ha verbreitet. 2009 sei Clearfield-Sommerraps eingeführt worden, in 2011 Winterraps, und in diesem Jahr soll eine verbesserte Toleranz in Sonnenblumen an den Markt kommen.

Die kritischen Hinweise, die Berater für den praktischen Anbau geben, stellt das Unternehmen derzeit in einem Weißbuch zusammen. Die pflanzenbaulichen Empfehlungen darin sollen die Nachhaltigkeit des Systems garantieren und die Beratungsbasis für Züchter, Handel und Berater bilden. (brs)
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