Kooperation

BASF und Kaiima suchen Resistenzen

BASF geht eine Strategische Partnerschaft ein, um neue Herbizidlösungen zu entwickeln, die Landwirten bei der Steigerung der Erträge und der Erntequalität helfen. Dazu wurde heute die Zusammenarbeit mit Kaiima Bio-Agritech, einem Unternehmen für Genetik- und Züchtungstechnologien, vereinbart. Ziel der beiden Partner ist es, neue herbizidresistente Pflanzeneigenschaften zu entdecken.

Kompetenz in der Genomforschung

Kaiima werde in diesem mehrjährigen Projekt die selbst entwickelte EP Technologieplattform nutzen, teilte BASF heute mit. Die hochmoderne konventionelle Züchtungsplattform kann die Leistung von Pflanzen verbessern, indem sie sich der DNA einer Pflanze bedient und innerhalb des Genoms eine neue Anordnung hervorruft. EP habe das Potential, Formen neuer genetischer Veränderungen zu erstellen, wie Genduplikationen und -translokationen, die von anderen Züchtungsansätzen zumeist nicht erkannt werden können, heißt es in der Mitteilung. Gleichzeitig werde Kaiima seine Kompetenz im Bereich Genomforschung nutzen, um die für die neuen Pflanzeneigenschaften verantwortlichen Veränderungen zu entschlüsseln.

Neue Pflanzeneigenschaften erstellen

BASF werde seine umfangreichen Kenntnisse im Bereich der Herbizidanwendung und -formulierung sowie Kapazitäten im Bereich Phänotypisierung einbringen und eng mit Kaiima bei der Bewertung der erzielten Linien zusammenarbeiten. „Die Möglichkeit, spezifische Änderungen an bestimmten Genen zu machen, hat branchenweit das Interesse daran geweckt, Modifikationstechniken anzuwenden, um neue Pflanzeneigenschaften zu erstellen”, erklärte Kevin Cook, CTO von Kaiima. Gensysteme, die Zielmerkmale regulieren, seien jedoch meistens unbekannt. Die EP Technologie sei eine einzigartige Plattform, die unabhängig von spezifischem Wissen über biochemische Reaktionswege die gewünschten Pflanzeneigenschaften ermöglicht, so Cook.

Portfolio bei Unkrautbekämpfung erweitern

„Kaiima besitzt einzigartige Fähigkeiten, die uns dabei helfen werden, neue herbizidtolerante Pflanzeneigenschaften mit neuartigen Methoden zu identifizieren und unser Portfolio im Bereich der Unkrautbekämpfung zu erweitern”, fügte Harald Rang, Senior Vice President Global Research and Development im BASF-Unternehmensbereich Crop Protection, hinzu. (SB)
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