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Auch wenn die Bilanz des BASF-Konzerns im 1. Halbjahr ein zweistelliges Plus aufweist, musste das Unternehmen im Pflanzenschutz einen Umsatzrückgang hinnehmen. Gut 2,7 Mrd. € wurden im Geschäftsbereich Pflanzenschutz und Ernährung (Feinchemie) umgesetzt, 1,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Pflanzenschutzumsatz ging um 7,5 Prozent auf 1,8 Mrd. € zurück, das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) von 575 auf 444 Mio. €. Weniger Pflanzenschutzmittel, insbesondere Fungizide, wurden in Europa auf Grund der Witterung und des späten Saisonbeginns verkauft. Aber auch in Nordamerika war die Nachfrage rückläufig, so die BASF. In den USA hat die BASF zum einen wesentliche Teile ihres Generika-Geschäfts devestiert. Zum anderen hat der Handel laut BASF seine hohen Lagerbestände an Fungiziden reduziert, die in Erwartung einer schnellen Ausbreitung des Asiatischen Sojarostes aufgebaut worden sind. Darüber hinaus ließ der Absatz an Fungiziden in Südamerika ebenfalls zu wünschen übrig. Auch die neuerliche Aufwertung des brasilianischen Real habe zu dem rückläufigen Ergebnis beigetragen.

Im Segment Feinchemie konnte die BASF um knapp 12 Prozent auf 913 Mio. € an Umsatz zulegen, was vor allem auf die gute Nachfrage nach Aromachemikalien zurückzuführen ist. Das Vitamingeschäft ist nach wie vor rückläufig. (AW)

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