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Der Konkurrenzkampf zwischen dem Deutschen Bauernverband (DBV) und dem Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) ist in Bayern voll entbrannt. "Unser größtes Problem ist der Deutsche Bauernverband. Er Unterstützt unsere Forderungen nicht, sondern verfolgt seine eigenen Ziele", sagte der Vorsitzende des BDM, Romuald Schaber, in Ohlstadt bei Garmisch-Partenkirchen vor Landwirten. Man müsse Druck auf den Bauernverband ausüben, "wenn es sein muss mit Kündigungen und Austritten", so Schaber weiter. Seit dem Milchlieferstopp sei deutlich geworden, dass der BDM der eigentliche Interessensvertreter der Milchbauern sei, erklärte ein BDM-Vertreter gegenüber ernährungsdienst.de. Unterdessen wurde bekannt, dass der BDM den Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, ultimativ aufgefordert hat, bis zum kommenden Montag, den 14. Juli, alle Forderungen des BDM bedingunslos zu unterstützen. Wenn Sonnleitner die Vorschläge des BDM nicht in allen Punkten akzeptiere, werde der BDM Landwirte medienwirksam zum Austritt aus dem Bauernverband aufrufen. Ein Mitarbeiter des Bayerischen Bauernverbandes in München sprach auf Anfrage von ernährungsdienst.de in diesem Zusammenhang von "erpresserischen Methoden". (HH)
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