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In Luxemburg werden Pflanzenschutzmittel immer noch mit 3 Prozent Mehrwertsteuer belegt, während in Deutschland 16 Prozent gelten, kritisiert der Bundesverband des Großhandels mit Dünge- und Pflanzenbehandlungsmitteln e.V. (BGDP), Bonn. Diese Differenz, die bereits im vergangenen Jahr zu einer für viele Regionen dramatischen Importflut von Pflanzenschutzmitteln aus Luxemburg geführt habe, müsse schnellstens beseitigt werden.

Die Billigeinfuhren verleiten nach Ansicht des BGDP Landwirtschaft und Handel auch dazu, Pflanzenschutzmittel zu importieren, die in Deutschland nicht zugelassen sind. Dies ruiniere diejenigen Pflanzenschutzmittel-Handelsunternehmen, die sich seriös verhalten. Dies gelte umso mehr, als häufig die deutschen Bestimmungen für Gefahrguttransport und Umweltschutzauflagen für den Pflanzenschutzmittelhandel nicht eingehalten werden. Ausdrücklich bekenne sich der BGDP zum innergemeinschaftlichen Handel auch mit Pflanzenschutzmitteln. Dies gelte aber nur für solche Produkte, die im Sinne des Pflanzenschutzgesetzes sowie der aktuellen Rechtsprechung "identisch" seien. Alles andere führe zu Wettbewerbsverzerrungen und sei außerdem ungesetzlich. (ED)
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