Banken-Fusion

BLB ist Geschichte

Nord/LB-Vorstandschef Thomas Bürkle bekräftigte bei der Präsentation der Halbjahreszahlen, dass die angeschlagene Konzerntochter Bremer Landesbank (BLB) wie vorgesehen am 31. August vollständig mit der Nord/LB fusioniert. "Es ist uns gelungen, die Fusion mit der BLB in einem vergleichsweise kurzen Zeitfenster planmäßig unter Dach und Fach zu bringen", sagte er. Dies sei auch deswegen möglich gewesen, weil Führungskräfte und Belegschaften beider Häuser mit sehr viel Engagement mitgezogen hätten, hatte sich Bürkle bereits Mitte August zur laufenden Fusion geäußert.

Standorte bleiben

Die Kunden der BLB werden laut einer Mitteilung der Nord/LB diese Veränderung kaum zu spüren bekommen. In Bremen und Oldenburg stehen ihnen demnach weiterhin die bekannten Ansprechpartner zur Verfügung. Insbesondere Firmenkunden und Institutionelle Kunden könnten zudem das internationale Netzwerk des Nord/LB Konzerns mit Niederlassungen in London, New York, Singapur und Shanghai nutzen, teilte das Geldhaus mit.

Diese beiden Standorte werden zukünftig von einem Regionalvorstand geführt. Diese Position wird ab dem 1. September von Christian Veit, dem bisherigen Vorstandsvorsitzendem der BLB, wahrgenommen. Veit wird gleichzeitig das Verbundgeschäft der Nord/LB mit den rund 80 Sparkassen in Norddeutschland leiten.

Vom Standort Bremen aus wird zukünftig auch das Firmenkundengeschäft der Nord/LB in Norddeutschland gesteuert. Bremen wird zudem konzernweites Kompetenzzentrum für das Private Banking-Geschäft der NORD/LB. Vom Standort Oldenburg aus wird außerdem das Geschäft mit Erneuerbaren Energien mit Schwerpunkt Wind Onshore in Deutschland geführt. Auch das Geschäft mit Firmenkunden aus der Ernährungs- und der Energiewirtschaft sowie mit Leasinggesellschaften und Sozialimmobilien bleibt in Oldenburg angesiedelt, während Kunden der Bauwirtschaft von Bremen aus betreut werden.

Nord/LB mit Gewinnpolster im ersten Halbjahr

Wie gestern bekannt gegeben, hat sich die Nord/LB ein kleines Gewinnpolster für weitere Belastungen durch die Schifffahrtskrise angelegt. Unterm Strich verdiente die Landesbank im ersten Halbjahr 271 Mio. €, teilte die Nord/LB am Mittwoch mit. Ein Jahr zuvor hatten hohe Rücklagen für risikoreiche Schiffskredite noch ein Loch von 406 Mio. € in die Bilanz gerissen. (mrs)
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