Agrartechnik 3.0

BMEL präsentiert neue Förderrichtlinie


Mit einer neuen Förderrichtlinie will das Bundesagrarministerium (BMEL) neue technische Lösungen und Verfahrensketten für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Agrarproduktion anstoßen und unterstützten.

„Wenn wir die Nahrungsmittel- und Rohstoffproduktion dauerhaft sichern und den Hunger in der Welt erfolgreich bekämpfen wollen, müssen wir unsere Agrartechnik stetig weiterentwickeln", so Bundesagrarminister Christian Schmidt. Schon heute sei die Landwirtschaft in weiten Teilen eine High-Tech-Branche. Moderne Produktionstechniken und Farm-Management-Systeme würden die Grundlage für eine umweltschonende, nachhaltige und ressourceneffiziente Agrarproduktion bieten.

Mit der neuen Förderrichtlinie sollen innovative Ansätze der Wirtschaft und der Wissenschaft unterstützt und forciert werden. Besonders vielversprechend sei der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechniken zur Steuerung und Regelung sowie Überwachung und Automation auch kompletter Verfahrensketten in der landwirtschaftlichen Produktion. Dies gelte auch für das betriebsübergreifende Management sowie die Logistik zwischen den Betrieben.

Ein weiterer Schwerpunkt ist für das BMEL die Entwicklung von neuen Verfahrenstechniken, die durch satelliten- und sensorgesteuerte sowie geodatenbasierte Lösungen unterstützt werden, um eine ressourceneffiziente nachhaltige Nahrungsmittel- oder Pflanzenproduktion effizient zu fördern. Des Weiteren sollen Farm-Management-Systeme zur Automatisierung betrieblicher Abläufe und Verfahrensketten in der Agrarwirtschaft fortentwickelt werden, zum Beispiel auch unter dem Gesichtspunkt der Effizienz im Umgang und Austausch von großen Datenmengen.

Antragsberechtigt sind den Angaben zufolge insbesondere kleine und mittlere Unternehmen mit Niederlassung in Deutschland sowie Hochschulen und außeruniversitäre Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, soweit eine substanzielle Kooperation mit der Privatwirtschaft sichergestellt ist. Die Zuwendungen könnten im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden. Bei Verbundprojekten ist von den Partnern ein Projektkoordinator zu benennen, der für das Vorhaben eine Projektskizze vorlegt und dem Projektträger in allen Fragen der Abwicklung als Ansprechpartner dient. (Sz)
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