Die Wälder in Deutschland haben sich nach Angaben des Bundesagrarministeriums erholt. Der BUND nennt die Situation hingegen „alarmierend“.

Der Zustand der Wälder in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr verbessert. So das Resümee der jüngsten Waldzustandserhebung, die das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) in Berlin veröffentlichte.

Erholt hätten sich vor allem die Buchen, und der Kiefer gehe es so gut wie noch nie seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984, berichtete das Agrarressort. Eichen wiesen hingegen schon seit rund zehn Jahren einen schlechten Kronenzustand auf. Dieser Trend habe sich aufgrund eines hohen Befalls von Raupen und der Pilzkrankheit Mehltau fortgesetzt.

Insgesamt hatten zum Zeitpunkt der Erhebung laut Ministeriumsangaben 39 Prozent der bundesweiten Waldflächen keine Schäden an den Baumkronen; das waren 2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Rund 36 Prozent der Bäume wiesen leichte Schäden auf. Der Anteil der Bäume mit deutlichen Kronenverlichtungen nahm von 28 auf 25 Prozent ab.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kommt aufgrund des veröffentlichten Waldzustandsbericht zu einem anderen Ergebnis.

Die Tatsache, dass sich der Zustand der Eichen nicht verbessert habe, nannte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger „alarmierend“. Acht von zehn Eichen wiesen deutliche Schäden auf, von den Buchen sei nur noch etwa jede fünfte gesund.

Wald bedeckt rund ein Drittel der Landesfläche in Deutschland. Die wichtigsten Arten sind die Nadelbäume Fichte (28 Prozent) und Kiefer (24 Prozent), es folgen die Laubbäume Buche (15 Prozent) und Eiche (10 Prozent). Damit machen diese vier Hauptarten rund drei Viertel der Waldfläche aus, wie das Ministerium mitteilte. (hed)
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