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Der Monitoring-Bericht von Monsanto zum Anbau des gentechnisch veränderten (GV-)Maises Mon810 liegt nun beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Braunschweig. Das BVL werde ihn fachlich prüfen und dazu Stellung nehmen, erklärte eine Sprecherin des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELV) gegenüber ernaehrungsdienst.de. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner wolle dann entscheiden, wie es in Deutschland mit dem GV-Maisanbau weitergeht. Wann die Stellungnahme vorliegen wird, ist noch offen. Seitens des BMELV heißt es, "sobald wie möglich und noch vor der Aussaat", die auf Grund des verzögerten Frühjahrs nicht vor Ende April stattfinden wird.

Die FDP-Bundestagsfraktion verlangt unterdessen eine objektive und fachliche Bewertung des Berichts über mögliche Umweltrisiken beim Anbau von GV-Mais. Es gehe nicht um blinde Fortschrittsgläubigkeit, sondern um die Nutzung der verantwortbaren Potenziale dieser Zukunftstechnologie. Die wirtschafts- und forschungsfeindliche Hetze gegen die Nutzung der Biotechnologie müsse endlich aufhören. Das BMELV und die CSU dürften nicht länger jegliche Fachlichkeit zum Schaden des Wirtschafts- und Forschungsstandorts Deutschland über Bord werfen. (AW)

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