Am kommenden Freitag wird unter der Leitung des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELV) eine Plattform zum Bodenschutz ihre Arbeit aufnehmen. Neue Lösungen werden erarbeitet. Staatssekretär Peter Bleser (CDU) vom BMELV erklärte, es ginge darum, rasch intelligente und innovative Lösungen zum Flächenschutz zu schaffen.

Das BMELV werde die Maßnahmen jedoch nicht allein umsetzen können: „Nur wenn wir alle Beteiligten an einen Tisch holen, können wir die außerlandwirtschaftliche Nutzung von Agrarflächen auf das notwendige Maß begrenzen", so Bleser. Teilnehmer sind Vertreter aus Bund, Länder, Kommunen, Verbänden, Wissenschaft und Investoren.
Obwohl Maßnahmen gegen den zunehmenden Flächenverbrauch Teil der Vereinbarungen des Koalitionsvertrags sind, wurden bislang keine umfassenden Schritte unternommen.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) beziffert den Flächenverbrauch auf 90 ha, die der Landwirtschaft täglich als Nutzfläche verlorengingen. Er legte bereits einen 10-Punkte-Plan vor, wie der Flächenverbrauch künftig eingeschränkt werden soll. Im Mai überreichte DBV-Präsident Gerd Sonnleitner im Deutschen Bundestag eine Petition mit Unterschriften von rund 212.000 Bundesbürgern. (mmu)
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