Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert den Treuhandfonds für Nutzpflanzenvielfalt. Profitieren sollen Projekte zu Süßkartoffeln und afrikanischen Futterpflanzen. Nachdem der Bundestag erst kürzlich den Beitritt Deutschlands zum Treuhandfonds für Nutzpflanzenvielfalt (GTN) zugestimmt hat, gibt das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) Details zur finanziellen Förderung des Projekts bekannt. Mit rund 650.000 € will das Ministerium die Arbeit des Fonds in den kommenden drei Jahren unterstützen, teilte das Ressort am Montag in Berlin mit.

Mit einem Teil des Geldes solle die Arbeit des Internationalen Kartoffelzentrums in Peru gefördert werden. Das Geld soll speziell dem Saatgutarchiv für Süßkartoffeln zugute kommen. Als weiteren Förderschwerpunkt nannte das BMELV den Erhalt und Ausbau der Sammlung afrikanischer Futterpflanzenspezies am International Livestock Research Institute in Äthiopien.

Der Fonds ist eine Stiftungsorganisation nach internationalem Recht. Im Jahr 2008 hat der Fonds auf Spitzbergen die Weltsaatgutbank gegründet. Dort lagern aktuell 760.000 Muster von Nutzpflanzen aus aller Welt. Der Erhalt der Vielfalt soll zur Ernährungssicherheit und nachhaltigen Landwirtschaft beitragen. Zu Beginn des kommenden Jahres soll der GTN von Rom nach Bonn umziehen. Der Fonds betreibt unter anderem eine Saatgutbank auf Spitzbergen. (az)
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