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Die Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung (BBE) hat 40,9 Mio. t Getreide aus der Ernte 2007 ergeben. Dies gibt das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) auf seiner Internetseite bekannt. Die traditionelle Ernte-Pressekonferenz entfällt in diesem Jahr auf Grund interner terminlicher Schwierigkeiten. Die statistischen Landesämter und Landesagrarministerien ermittelten laut BMELV einen Ernterückgang von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um 10,2 Prozent gegenüber dem langjährigen Durchschnitt 2001/06 (45,5 Mio. t.). Hintergrund für diese Entwicklung seien geringere Flächenerträge. Mit 62,1 dt/ha lägen diese insbesondere auf Grund der Frühjahrstrockenheit um 4,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau und um 6,1 Prozent unter dem langjährigen Mittel (66,1 dt/h). Auch sei die Anbaufläche erneut leicht auf 6,58 Mio. ha eingeschränkt worden (-1,8 Prozent). Lediglich die Roggenfläche hätten die Landwirte auf Grund der gestiegenen Brotroggenpreise und der Nachfrage im Biokraftstoffbereich um gut 25 Prozent ausgedehnt.

Die Flächenerträge seien bei Roggen allerdings um 17,1 Prozent am stärksten zurückgegangen, da er auf den leichteren Böden angebaut werde, so das BMELV. Allein durch die Flächenausdehnung konnte noch ein positives Ergebnis (+3,7 Prozent ) in der Gesamtmenge erzielt werden. An Winterweizen wurden 20,8 Mio. t und an Wintergerste 8,3 Mio. t geerntet. Im Vergleich zum langjährigen Mittel hätten sich die deutlichsten Ertragsminderungen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein (-13 bis -17 Prozent) gezeigt. Lediglich in Süddeutschland und in Sachsen gestalte sich die Entwicklung positiv. (ED)

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