Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) will die Förderung des Agrarexportes zunehmend der Wirtschaft übergeben. Im Agrarhaushalt schrumpfen die Mittel erneut. „Ab 2013 sind drei Millionen Euro pro Jahr eingeplant“, sagte der Abteilungsleiter für Agrarmärkte im BMELV, Theodor Seegers, heute bei der Agrarfinanztagung in Berlin. Das Ministerium sieht seine Aufgabe als Türöffner für die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft auf den globalen Agrarmärkten langsam als abgeschlossen an. Im Jahr 2010, ein Jahr nach dem Aus für die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA), hatte das BMELV sein Exportförderprogramm im Umfang von 6 Mio. € gestartet. Seitdem sind die Mittel jedes Jahr um 1 Mio. € abgeschmolzen. „Politik und Verwaltung haben ihre Hausaufgaben gemacht. Der Ball liegt jetzt im Feld der Unternehmen“, sagte Seegers heute in die Richtung der Agrar- und Ernährungswirtschaft.

Gerade auf Drittlandsmärkten in Asien, aber auch in Russland, attestierte Seegers deutschen Agrarprodukten wie Milch und Fleisch weiterhin Entwicklungspotenzial. „Die Nachfrage nach Veredelungsprodukten in Schwellenländern entwickelt sich schneller als die eigene Produktion in den jeweiligen Ländern hinter her kommt“, sagte Seegers. (sta)
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