Als "extrem schwieriges Jahr" für die Bayerische Milchindustrie eG  (BMI) wertet der geschäftsführende Vorstand der Genossenschaft Peter Hartmann das Geschäftsjahr 2009. Er muss am heutigen Dienstag vor der Generalversammlung einen Jahresfehlbetrag von 20,2 Mio.  € begründen. Hartmann nennt eine "unzeitgemäße Preisformel in einigen Milchkaufverträgen". Diese hätte sich sowohl auf das Ergebnis wie auch das Eigenkapital negativ ausgewirkt. Die in den Milchkaufverträgen festgelegten Vergleichspreisregelungen hätte die BMI mit ihrem überwiegend aus Standardprodukten zusammengesetztem Sortiment nicht erwirtschaften können, so Hartmann.

Auf Grund des genossenschaftlichen Gleichbehandlungsgrundsatzes hätten alle genossenschaftlichen Mitglieder der BMI hinsichtlich der Nachzahlungsverpflichtung gleich behandelt werden müssen. Der Verlust sei entstanden durch Rückstellungen für Milchgeldzahlungen sowie Aufwendungen für Restrukturierungen. (jst)
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