BML legt Aktionsprogramm zum Pflanzenschutz auf

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Um den Pflanzenschutz in Deutschland noch umweltverträglicher zu gestalten und neue Wege im Pflanzenschutz zu diskutieren, hat das Bundeslandwirtschaftsministerium (BML) ein Aktionsprogramm ins Leben gerufen. Dadurch soll die Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln weiter verringert sowie gezielt Forschung und Entwicklung gefördert werden. Ein wichtiger Eckpfeiler des Programms ist die Verbesserung der Pflanzenschutzgerätetechnik. So will das BML zum Beispiel eine regelmäßige Prüfung für Pflanzenschutzgeräte in Raumkulturen wie Kernobst, Wein und Hopfen einführen. Hierzu bedarf es allerdings einer Ergänzung der Pflanzenschutzmittelverordnung. Des Weiteren soll etwa der Einsatz von abtriftmindernden Düsen gezielt unterstützt werden. Zudem sollen über ein "Netzwerk zur Ermittlung der Pflanzenschutzmittelanwendungen in den unterschiedlichen Naturräumen Deutschlands" (Neptun) Regionen, Kulturen oder Pflanzenschutzmittel mit einem höheren Umweltrisiko ermittelt werden. Gemeinsam mit den Pflanzenschutzdiensten der Länder, den Verbänden und den betroffenen Pflanzenschutzmittelherstellern sollen dann entsprechende Maßnahmen abgeleitet werden. Der zweite wichtige Eckpfeiler ist die Weiterentwicklung von Pflanzenschutzmaßnahmen durch Forschung und Entwicklung, wie etwa der Ersatz bestimmter Pflanzenschutzmittel. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der heutigen Ausgabe der Agrarzeitung Ernährungsdienst. (AW)
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