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Der erste BSE-Verdachtsfall in Japan hat sich bestätigt. Dies haben Untersuchungen am Gehirn der fünf Jahre alten Milchkuh aus der Provinz Chiba bei Tokio ergeben, schreibt die Financial Times. Erste Untersuchungen des BSE-Falls deuten daraufhin, dass die Milchkuh mit Tiermehl gefüttert worden ist. Japan hatte laut Financial Times bis 1996 britisches Tiermehl und bis vor kurzem auch Tiermehl aus anderen europäischen Staaten importiert. Behördenvertreter versicherten zwar, dass der meiste Teil davon für die Verwendung als Dünger vorgesehen war, aber der niedrige Preis könnte einige Landwirte doch zur Verfütterung verleitet haben.
Kurz nach der Bestätigung fielen die Aktienkurse für Unternehmen, die mit Fleisch- und Milchproduktion oder -verarbeitung zu tun haben, drastisch. Die Kurse von Sushi-Restaurants oder Fisch-Verarbeitern hingegen schnellten in die Höhe. Analysten befürchten nun ein abruptes Ende des bisherigen Fleischbooms. Rund 70 Prozent des Rindfleischs importiert Japan, vorwiegend aus Australien und den USA. (ED)
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