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In einer nichtöffentlichen Sitzung wird das Verwaltungsgericht Gera voraussichtlich heute nachmittag über den Eilantrag der Agrar e.G. Rüdersdorf bei Hermsdorf (Thüringen) wegen der vorgesehenen Tötung von 247 Rindern dieses Betriebes und von 15 Tieren der Agrargenossenschaft Gerstenberg wegen eines BSE-Falls verhandeln. Laut Gerichts-Pressesprecher Bengt Fuchs lagen die Unterlagen der Genossenschaft erst gestern beim Gericht vor. Die Chancen des Betriebes, mit seiner Klage auf Einzeltiertötung durchzukommen, bezeichnete der Vorstandsvorsitzende der Genossenschaft, Jürgen Weise, mit 50 : 50.
Der Sprecher des Thüringer Ministeriums für Soziales und Gesundheit, Thomas Schulz, ist sich hingegen sicher, dass die Rechtslage nur eine Bestands- oder Kohortenlösung zulasse. Die Forderung nach Einzeltötung und die Klage wären nicht im Sinne des Verbraucherschutzes. Diese Kritik des Ministeriums wies die Genossenschaft zurück, weil es sich um ein bundesweit einmaliges Ansinnen handele. (Bm)
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