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Die Regierung von Mittelfranken hat dem Institut für Mikrobiologie, Analytik und Qualitätssicherung (Milan) GmbH & Co KG, Passau, die weitere Durchführung von BSE-Tests in einer Betriebsstätte in Westheim/Mittelfranken untersagt, wie das Bayerische Landwirtschaftsministerium, München, gestern mitteilte. Milan betreibe in Passau ein zugelassenes BSE-Testlabor, hatte aber keine Zulassung für die Betriebsstätte Westheim/Mittelfranken für BSE-Tests. Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass die BSE-Tests in rund 270 Fällen nicht fachgerecht durchgeführt wurden. Das Fleisch der getesteten Rinder sei trotzdem in den Handel gelangt.

Insgesamt seien in Westheim seit Ende Juli 2001 etwa 39.500 Tests vorgenommen worden. Die Schlachtenden, die in Westheim Tests durchführen ließen, wurden über diesen Sachverhalt informiert und haben zugesagt, unverzüglich noch vorhandenes Fleisch von im Labor Westheim getesteten Rindern aus dem Verkehr zu nehmen. Die zuständigen Behörden sollen laut Ministerium beauftragt werden, dies zu überwachen. Auch eine intensive Überprüfung des Passauer Labors sei eingeleitet worden.

Einen Überblick über die BSE-Situation in Deutschland bietet AgroOnline unter der Rubrik Tierproduktion im "Extra: BSE". (ED)
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