BSE-Verdacht in den USA

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In den USA gab es gestern noch eine böse vorweihnachtliche Überraschung. Es gibt einen Verdachtsfall auf eine an BSE erkrankte Kuh im US-Bundesstaat Washington. Es wäre der erste BSE-Fall in den USA. Agrarministerin Ann Veneman hat gestern bekannt gegeben, dass die erwachsene Holstein-Kuh am 9. Dezember einer Routineuntersuchung im Rahmen des BSE-Überwachungsprogramms unterzogen wurde. Positive BSE-Funde seien bei Nachuntersuchungen am 22. und 23. Dezember bestätigt worden. Jetzt sind Proben nach Großbritannien versandt worden, um das Ergebnis endgültig bestätigen zu lassen.

Unterdessen haben nach Agenturmeldungen zahlreiche traditionelle Importländer von US-Rindfleisch wie Japan und Südkorea die Grenzen dicht gemacht. Die USA sind mit jährlichen Exporten von rund 1,2 Mio. t Rindfleisch am Weltmarkt drittgrößter Exporteur hinter Brasilien und Australien. Seit dem ersten BSE-Fall in Kanada im Mai diesen Jahres hatten die USA alles versucht, um ihren eigenen BSE-freien Status aufrecht zu erhalten. (db)

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