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Die BSE-Vorsorgeverordnung, die den Umgang mit BSE-betroffenen Rinderherden bundeseinheitlich regeln soll, ist jetzt vom Verbraucherschutzministerium vorgelegt worden. Der Verordnungsentwurf sieht im Falle des Auftretens von BSE in einem Bestand nach Angaben des Ministeriums folgendes vor: Tötung aller Rinder des Bestandes, sofern das befallene Rind mehr als 20 Monate in dem Bestand gehalten worden ist, zusätzlich Tötung der Geburtskohorte (Rinder, die jeweils 12 Monate vor und nach der Geburt des befallenen Rindes in dem Bestand geboren worden sind). Außerdem kann die Tötung der Rinder angeordnet werden, die in den ersten 12 Lebensmonaten zu irgendeinem Zeitpunkt mit dem befallenen Rind zusammen gehalten worden sind und nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Tiere mit demselben Futter wie das befallene Rind gefüttert worden sind. Wenn eine Mutterkuh an BSE erkrankt, sind zusätzlich die Kälber zu töten, die diese Kuh innerhalb von 24 Monaten vor Feststellung der BSE geboren hat. Ausnahmen vom Tötungsgebot sind vorgesehen für Rinder, die nach In-Kraft-Treten des Verfütterungsverbotgesetzes geboren worden sind; für Rinder, die weniger als 20 Monate vor der amtlichen Feststellung von BSE in dem Bestand gehalten worden sind, sowie für Rinder, die in gesonderten Betriebseinheiten gehalten worden sind, und ausgeschlossen werden kann, dass die Rinder der Betriebseinheit das gleiche Futter erhalten haben wie das befallene Rind. Wenn ein erkranktes Tier weniger als 20 Monate in einem Bestand gestanden hat, müssen die übrigen Tiere dieses Bestandes nicht getötet werden, sondern lediglich die Geburtskohorte dieses Tieres. Der Verordnungsentwurf, den der Bundesrat in seiner Sitzung am 1. Juni beraten wird, soll voraussichtlich im Sommer in Kraft treten. (ED)
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