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Vor allem für Frauen war die BSE-Krise ein Anstoß, ihren Speiseplan und ihre Essgewohnheiten zu ändern. Dies hat eine repräsentative Verbraucherbefragung der European Marketing Alliance AG, Saarbrücken, ergeben. Für weit mehr als die Hälfte der Männer war die BSE-Krise kein Grund, weniger Rindfleisch zu essen. Laut Umfrage reduzierten über 62 Prozent der Frauen den Genuss von Rindfleisch. Lediglich 46 Prozent aller Befragten und 38 Prozent der Frauen essen nach wie vor genauso oft Rindfleisch wie vor der BSE-Krise, berichtet die Lebensmittel Zeitung.

Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) im Februar 2001 wuchs auch die Unsicherheit beim Verzehr von anderen Fleischsorten. Jeder Dritte isst seither auch weniger Schweinefleisch. 20 Prozent der Bevölkerung kaufen seit dem Bekanntwerden von BSE und MKS mehr Bio-Produkte. Auch hier zeigte sich: Männer veränderten ihr Konsumverhalten kaum. So sind es in erster Linie Frauen, die angaben, durch die "Tierseuchen" Vegetarier geworden zu sind. Insgesamt haben aber lediglich 1 Prozent der Befragten Fleisch und Tierprodukte von ihrem Speiseplan gestrichen, schreibt die Lebensmittel Zeitung weiter. (ED)
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