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Mit 300 Mio. DM bezifferte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsmninister, Till Backhaus, die Schäden in dem Bundesland durch die Rinderseuche BSE. Damit wäre man noch mit einem blauen Auge davongekommen, zitiert ihn die Ostsee-Zeitung. Als betroffen von der BSE-Krise sieht Backhaus gleichermaßen Landwirte, Futtermittelhersteller, Schlachthöfe und Verarbeiter. Als Ergebnisse der monatelangen Krise konstatierte er unter anderem den Preisverfall von 32 Prozent innerhalb eines Jahres bei Rindfleisch, die Kostensteigerungen bei der Tierkörperbeseitigung und die Verunsicherung im Bereich der Futtermittelversorgung. Eine Reihe von Betrieben hätte die Rindermast aufgegeben, lediglich durch die stabilen Milchpreise wären reihenweise Konkurse landwirtschaftlicher Betriebe verhindert worden. Zum Glück, betonte der Minister, habe es keine nachgewiesenen Fälle der neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit gegeben. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die mit Hochdruck geführten Forschungsarbeiten auf der Insel Riems. (Bm)
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