Jubiläum

BVE-Krisenmanagement im zehnten Jahr

Das Angebot richtet sich an Unternehmen der Ernährungsindustrie, die aufgrund stetig wachsender Anforderungen an ihre Produkte besonders von einer potentiellen Krise betroffen sind, so die BVE. Das auf produktbezogene Krisen ausgerichtete BVE-Krisenmanagement umfasst zum einen Seminare, die den Teilnehmern Handwerkszeug zur Unterstützung des operativen und präventiven Krisenmanagements vermitteln. Zum anderen stellt es eine Notfallnummer bereit, an die sich betroffene Unternehmen im Krisenfall wenden können.

Eckpunkte Ernährungsindustrie
Die Ernährungsindustrie ist mit rund 569.000 Beschäftigten in 5.850 Betrieben der drittgrößte Industriezweig Deutschlands, sie versorgt 81 Millionen Verbraucher mit Lebensmitteln. Die Exportquote liegt bei 33 Prozent.
Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums zieht Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der BVE, nun Bilanz: "In Zeiten medialer Superlative und Hysterie sowie höchster Anforderungen an Lebensmittel müssen gerade kleine und mittelständische Unternehmen für den Krisenfall gewappnet sein. Mit dem BVE-Krisenmanagement leisten die BVE und ihre Partner seit mittlerweile zehn Jahren erfolgreiche Präventionsarbeit und stellen der Branche ein leistungsfähiges und flexibles Instrumentarium für den überbetrieblichen wie unternehmensspezifischen Krisenfall zur Seite." Das BVE-Krisenmanagement habe sich in der Branche als effektive Unterstützung der Krisenmanagementsysteme der Unternehmen etabliert. Dies zeige nicht zuletzt die hohe Nachfrage an den Seminaren.

Umgang mit der Öffentlichkeit im Fokus

Dr. Michael Lendle, Geschäftsführer der AFC Risk & Crisis Consult GmbH und Kooperationspartner der ersten Stunde: "In jedem Krisenfall ist die angemessene und zielgruppenspezifische Reaktion entscheidend. Unzählige Male haben wir die Mitglieder dabei aktiv unterstützt. Entweder konnten wir den Sachverhalt rasch am Telefon klären oder komplizierte Krisenfälle vor Ort mit dem Krisenstab der Mitgliedsunternehmen betreuen", so Lendle.

Rückblickend hält er fest, dass sich die Herausforderungen an das Krisenmanagement geändert hätten. Als die Initiative an den Start gegangen sei, hätten Themen wie Produktkontamination und Rückverfolgbarkeit im Fokus gestanden. Heute habe die Industrie entsprechende Systeme weitge-
hend implementiert. Doch die Herausforderungen, wie etwa der Umgang mit der Öffentlichkeit, würden weiter zunehmen. (mrs)
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