BVE: Schwache Ernten erschweren Kalkulation


Die deutsche Ernährungswirtschaft betrachtet die aktuelle Preisentwicklung bei Agrarrohstoffen mit Sorge. Sie fordert Reaktionen von der Politik.

Der Bundesverband der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) in Berlin hat Politiker in Deutschland und Europa an diesem Freitag aufgefordert, Schritte zur Verbesserung Situation auf den Agrarrohstoffmärkten zu prüfen. Bestehende Lieferverträge würden verhindern, dass Unternehmen der Ernährungswirtschaft steigende Rohstoffkosten kurzfristig an ihre Kunden weitergeben können.

Kurzfristige Maßnahmen zur Beruhigung der Agrarmärkte fordert der BVE nicht, wie der Verband auf Anfrage von agrarzeitung.de mitteilte. Vielmehr geht es der Interessenvereinigung um die Justierung längerfristiger politischer Stellschrauben.

BVE-Vorsitzender Jürgen Abraham kritisiert in dem Zusammenhang das geplante „Greening“ in der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013: Die „ökologische Stilllegung von 7 Prozent der landwirtschaftlichen Produktionsfläche geht völlig an den Markterfordernissen vorbei“, so Abraham. Auch dürfe die Energiepolitik – Stichwort: Energiepflanzenanbau – nicht zu einer weiteren Verteuerung von Agrarrohstoffen führen. (pio)
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