BVL genehmigt Freisetzung von GV-Pflanzen

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Gentechnisch veränderte (GV-)Zuckerrüben und GV-Kartoffeln dürfen ab dem kommenden Jahr freigesetzt werden. Dies hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Braunschweig, entschieden. Die GV-Zuckerrübe der Firma Planta darf zwischen 2008 und 2011 an zwei Standorten in Niedersachsen sowie Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt auf maximal 6.000 m2 je Standort freigesetzt werden. Im Rahmen der Freisetzung sollen die landwirtschaftlichen und typischen Merkmale der herbizidtoleranten Pflanzen erfasst, Inhaltsstoffe analysiert und Wirkungen auf Nicht-Zielorganismen untersucht werden.

Darüber hinaus hat das BVL auch die Freisetzungsversuche der BASF Plant Science mit GV-Kartoffeln in Brandenburg und Sachsen-Anhalt zwischen 2008 und 2012 genehmigt. Die Größe der pro Standort und Jahr genutzten Fläche beträgt maximal 1 ha. In dem Freilandversuch sollen 538 Kartoffellinien untersucht werden, die beispielsweise veränderte Stärkeeigenschaften aufweisen oder widerstandsfähiger gegen Erreger der Kraut- und Knollenfäule sein sollen. (AW)

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