BVL genehmigt Versuch mit Pharma-Erbsen


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Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat heute der Firma Novoplant die Freisetzung gentechnisch veränderter (GV-)Erbsen auf rund 100 Quadratmetern in Gatersleben in Sachsen-Anhalt genehmigt. Damit dürfen in der Vegetationsperiode 2007 insgesamt 600 GV-Erbsenpflanzen zu wissenschaftlichen Zwecken freigesetzt werden, teilt das BVL mit. Dieser Freisetzungsversuch hat einigen Widerstand hervorgerufen. Rund 75.000 Bürger haben schriftlich dagegen protestiert und das Münchner Umweltinstitut hat vor einer gentechnischen Verunreinigung der Samenbank des Leibnniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) gewarnt.

Das BVL sieht das jedoch anders. Da Erbsenpflanzen überwiegend Selbstbestäuber sind, ist laut BVL die Wahrscheinlichkeit einer Auskreuzung gering. Dennoch hat das BVL strenge Sicherheitsauflagen erlassen. So darf das IPK keine zum Sortiment der Genbank gehörenden Erbsen im Freiland kultivieren. Der Abstand zu konventionellen Erbsen-Flächen außerhalb des Institutsgeländes muss mindestens 1.000 Meter betragen. In die GV-Erbsen haben die Forscher Erbgut aus der Ackerbohne, der Maus und dem Blumenkohlmosaikvirus eingebaut. In Fütterungsversuchen soll getestet werden, ob diese GV-Erbsen Darmerkrankungen bei Schweinen vorbeugen können. (AW)

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