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In einem gemeinsamen Appell haben der Bundesverband der VO-Firmen (BVO) und der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP) ihre Mitgliedsfirmen aufgefordert, alle Anstrengungen zu unternehmen, den Absatz von Z-Saatgut wieder anzukurbeln. "Es muss uns gelingen, den Saatgutwechsel von 50 auf 70 Prozent zu steigern", sagte Heinz Wrage auf dem Saatguthandelstag in Warberg. Wrage ist für weitere zwei Jahre als Vorsitzender des BVO im Amt bestätigt worden. Im Jahr 2001 erreichte der Saatgutwechsel mit 64 Prozent seinen höchsten Stand, 2002 sank er auf 60 Prozent und 2003 auf 55 Prozent. Nach vorausgegangenen Meinungsverschiedenheiten sollen die Verhandlungen über neue VO-Verträge zwischen Züchtern und VO-Firmen fortgesetzt werden. Zuletzt waren die Verträge vor zehn Jahren ausgehandelt worden, die nun rechtlichen Gegebenheiten angepasst werden müssen.

Die Mitglieder im Gemeinschaftsfonds Saatgetreide (GFS) bekundeten auf dem Saatguthandelstag ihre Bereitschaft, das im vergangenen Jahr ausgelaufene Projekt zur Beizung von Qualitätssaatgut fortzuführen. Mit den Erfahrungen von sechs Jahren, in denen Beizstellen geprüft und Proben ausgewertet wurden, soll nun ein neuer Ansatz für die Sicherung der Qualität gefunden werden. Auch Beizproben sollen unter neuen Bedingungen durchgeführt werden. An erster Stelle muss bisher die Sicherung von Qualitäts-Z-Saatgut stehen. (da)

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