In Mecklenburg-Vorpommern ist die Kaufbereitschaft für BVVG-Flächen besonders hoch ausgeprägt. Mehr als ein Drittel des Flächenbestandes der BVVG wird 2011 in dem Bundesland pachtfrei. Für insgesamt 48.600 ha Acker und Grünland enden 2011 in Mecklenburg-Vorpommern die Pachtverträge mit der Bodenverwertungs- und verwaltungsgesellschaft (BVVG), teilten die BVVG-Niederlassungsleiter aus Neubrandenburg und Schwerin heute mit. Die Landwirte reagieren darauf mit einem regelrechten Kaufrausch. Nach ersten Erhebungen der BVVG wollen rund 61 Prozent der berechtigten Landwirte ihre Flächen kaufen. Rund 17 Prozent der Landwirte wollen die Pachtverträge für vier Jahre verlängern und dann in dieser Zeit von der Kaufoption Gebrauch machen. Lediglich 22 Prozent geben die Kaufmöglichkeit auf und wollen für neun Jahre weiter pachten. Damit ist die Kaufbereitschaft im Nordosten im Vergleich zu den anderen ostdeutschen Bundesländern am größten ausgeprägt. In Brandenburg, Sachsen und Thüringen hatten um die 50 Prozent der Landwirte angegeben, sie wollten 2011 ihre BVVG-Flächen kaufen. In Sachsen-Anhalt haben dies nur 34 Prozent vor.

Der BVVG-Kaufpreis zum Verkehrswert stieg 2010 in Mecklenburg-Vorpommern um 23 Prozent auf 12.152 €/ha. Für Bestandspachten mussten Landwirte 2010 mit 201 €/ha und Jahr rund 19 Prozent mehr hinlegen. Neupachten verteuerten sich nur um 3 Prozent auf 252 €/ha und Jahr. (sta)
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