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Der Verkauf landwirtschaftlicher Flächen durch die Neubrandenburger Niederlassung der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) in Mecklenburg Vorpommern läuft auf Hochtouren, sagte die Leiterin der Niederlassung, Dr. Rosemarie Hildebrandt. Allein 2001 habe die BVVG 6.500 ha nach dem neu gefassten Entschädigungs- und Ausgleichgesetz (EALG) veräußert. Von 1992 bis 1998 verkaufte die BVVG nach Angabe der Ostsee-Zeitung 16.100 ha an begünstigte Personen, wie Langzeitpächter und Alteigentümer. Dazu kam die Abgabe von 24.500 ha zum Verkehrswert.

Im Hinblick auf die Ende August auslaufende Antragsfrist für den begünstigten Erwerb ehemals volkseigener Äcker und Wiesen nach EALG sagte Hildebrandt, dass zwei Drittel der anspruchsberechtigten Pächter einen Kaufantrag gestellt hätten. Der durchschnittliche Verkaufspreis nach EALG liegt in Mecklenburg- Vorpommern bei 3.200 DM und damit 420 DM unter dem Durchschnittspreis der neuen Bundesländer. Der Pachtzins für Acker- und Grünland beträgt laut Hildebrandt derzeit durchschnittlich 178 DM/ha. Bis Ende des Jahres will die BVVG dem Land 13.400 ha Wald unentgeltlich als Naturschutzfläche überlassen. Davon liegen 5.600 ha im Müritz-Nationalpark.

Insgesamt sind in dem nördlichsten neuen Bundesland noch 360.000 ha verpachtetes Acker- und Grünland, sowie 72.000 ha Wald zu privatisieren. (Bm)
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