BVVG: Ostdeutsche Flächen werden teurer

Der Kaufpreis für landwirtschaftliche Flächen in Ostdeutschland steigt. Pächter bewerben sich bei der Bodenverwertungs- und verwaltungsgesellschaft (BVVG) um Flächen. Die BVVG erzielte im Jahr 2009 einen Überschuss von 494 Mio. € durch den Verkauf und die Verpachtung von landwirtschaftlichen Flächen. Der durchschnittliche Kaufpreis zum Verkaufswert stieg im Vergleich zu 2008 um fast 30 Prozent auf 8.205 €/ha an, teilte die BVVG heute auf der Pressekonferenz in Berlin mit. Ohne Berücksichtigung von drei Sonderverkäufen in der Größe von 245 bis 632 ha in Mecklenburg-Vorpommern würde der durchschnittliche Kaufpreis für alle ostdeutschen Bundesländer bei 7.611 €/ha liegen. Für das Jahr 2009 veranschlagt die BVVG einen durchschnittlichen Pachtpreis für Neuverpachtungen der BVVG bei 263 €/ha. 


Für rund 69.000 ha fand die BVVG Käufer, allerdings entfallen 42.000 ha auf landwirtschaftliche Flächen, die nach dem Entschädigungs- und Ausgleichsgesetz (EAGL) günstiger verkauft wurden. Seit Anfang des Jahres finden diese Verkäufe an ostdeutsche Landwirte nicht mehr statt, da sie von der EU-Kommission aus Wettbewerbsgründen abgelehnt werden. Ab Januar 2010 veräußert die BVVG nur noch an Alteigentümer nach dem EAGL.

Nach den neuen Regeln der Privatisierungsgrundsätze, die die BVVG seit März 2010 anwendet, wollen Pächter derzeit rund 32.700 ha sofort oder innerhalb eines 4-jährigen Pachtvertrages erwerben, teilt die BVVG mit.  (da)
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