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In Thüringen plant die BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH 2009 ihren Erlös aus dem Verkauf und der Verpachtung von Agrarflächen um 20 Prozent zu erhöhen. Im Jahr 2008 erzielte die Niederlassung Erlöse von 41 Mio. € und trug damit 5 Prozent zum BVVG-Gesamtüberschuss bei. Das gute Ergebnis sei vor allem durch gestiegene Preise bei gleichzeitig gesunkenem Aufwand der BVVG begründet, hieß es heute bei der Veröffentlichung der Bilanz. 2009 sollen es 49 Mio. € werden. Geplant ist 6.400 ha landwirtschaftliche Flächen zu privatisieren, davon rund 5.000 ha nach dem Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz (EALG). Dafür liegen 105 EALG-Anträge von Pächtern vor. Laut EU-Recht darf das EALG nur noch bis 31. Dezember 2009 angewendet werden.

Im vergangenen Jahr wurden bei Verkäufen landwirtschaftlicher Flächen zum Verkehrswert in Thüringen im Durchschnitt 5.555 € je ha eingenommen. Dies entspricht einer Steigerung von rund 7 Prozent im Vergleich zu 2007. Der durchschnittliche Pachtzins betrug 168 € je ha und Jahr. Bei Neuverpachtungen wurde ein Pachtzins von 243 € je ha und Jahr verlangt. Thüringen hat von den fünf ostdeutschen Bundesländern den geringsten Anteil an BVVG-Flächen. (sta)

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