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Stimmung wie beim Schlussverkauf herrscht bei der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) in Berlin. In ihrer 16-jährigen Tätigkeit hat sie rund 500.000 ha Landwirtschaftsfläche und genauso viel Wald in Ostdeutschland veräußert. Bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes für 2007 heute in Berlin verkündete die BVVG mit 291 Mio. € Überschuss im Jahr 2007 ihr bestes Resultat in der Firmengeschichte. Hintergrund sind die gestiegenen Hektarpreise, gegen die sich großer Unmut in der ostdeutschen Landwirtschaft breit macht. So verkaufte die BVVG 2007 landwirtschaftliche Flächen zum Verkehrswert von durchschnittlich 5.428 €/ha.

Mit Hochdruck geht die BVVG in den Endspurt an die Flächen, die vergünstigt nach dem Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz (EALG) verkauft werden. Nur noch bis Ende 2009 erlaubt die EU den um 35 Prozent begünstigten Verkauf. Gegenwärtig liegen der BVVG noch mehr als 3.000 EALG-Anträge für etwa 150.000 ha Fläche vor. Allerdings sind davon laut BVVG noch 900 Anträge unvollständig. Die Behörde forderte die Landwirte heute letztmalig auf, alle Unterlagen mit einer Frist von 2 Monaten einzureichen. Erfolge dies nicht, würden die Anträge endgültig abgelehnt.

In der morgen erscheinenden Ausgabe der Agrarzeitung Ernährungsdienst (ED) nimmt der BVVG-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Horstmann Stellung zu dem Vorwurf der Preistreiberei und erläutert die künftige Strategie. (sta)

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