BVVG erwartet geringeren Überschuss


Die Bodenverwertungs- und verwaltungs GmbH (BVVG) spürt die Nachwirkungen des  Verkaufsstopp von BVVG-Flächen. Der Überschuss fällt in diesem Jahr geringer aus. Das Ziel, dem Bund in diesem Jahr wie geplant 415 Mio. € Überschuss abzuführen, ist nicht mehr zu erreichen, erläuterte heute BVVG-Geschäftsführer Dr. Wilhelm Müller vor der Presse in Berlin. Nach Müllers Einschätzung könnte der Überschüss rund 100 bis 130 Mio. € unterhalb der geplanten Summe liegen. „Die Gründe liegen vor allem am bis März 2010 gültigen Verkaufsstopp für Ausschreibungen landwirtschaftlicher
Flächen sowie am hohen Anteil der Waldverkäufe zu günstigen Preisen an Alteigentümer."
Aber auch die Verschiebung von Direktverkäufen auf die Folgejahre trage zu einem geringeren Überschuss bei. Dies sei, so Müller, zum Zeitpunkt der Planung so nicht abzusehen gewesen.  Allerdings stellte Müller in Aussicht, dass die in diesem Jahr nicht verkauften Flächen in den kommenden Jahren zu höheren Preisen veräußert werden könnten. 

Seit März gelten die neu erarbeiteten Privatisierungsgrundsätze für die BVVG. Nach öffentlicher Kritik an der Verkaufspraxis der BVVG wurde im August 2009 ein Verkaufsstopp von landwirtschaflichen Flächen verhängt, das mit den neuen Regeln im Februar 2010 endete. (da)
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