BVVG erzielt hohen Überschuss


Boden bleibt ein begehrtes Gut. Die Verkaufshandlungen zwischen landwirtschaftlichen Betrieben und der BVVG verlaufen weitaus harmonischer als in den Vorjahren. Die Preise für landwirtschaftliche Flächen in Ostdeutschland steigen weiter. Die Bodenverwertungs- und verwaltungs GmbH (BVVG) nennt für das Jahr 2011 heute in Berlin einen durchschnittlichen Kaufpreis für Agrarflächen in Höhe von 12.640 €/ha, das sind rund 2.220 €/ha mehr als noch im Jahr 2010. Die höheren Verkaufserlöse spülten auch mehr Geld in die Bundeskasse. Insgesamt kann die BVVG an den Bund für das Jahr 2011 einen Überschuss von 597 Mio. € überweisen, weit mehr als noch vor einem Jahr erwartet.

Insgesamt hat die BVVG im Berichtsjahr 51.700 ha Land- und Forstflächen verkauft. Als eine Besonderheit bezeichnete BVVG-Geschäftsführer Dr. Wilhelm Müller den hohen Anteil an Verkäufen von Agrarflächen zum Verkehrswert. Sehr viele Landwirte in Ostdeutschland haben die Möglichkeit genutzt und direkt Flächen von der BVVG zum Verkehrswert gekauft. Der Pachtzins bei der BVVG kostete im Jahr 2011 durchschnittlich 282 (2010: 271) €/ha für Neupachten und für Bestandspachten 250 (205) €/ha. Müller wies darauf hin, dass die BVVG Acker- und Grünland nahezu vollständig an ortsansässige Landwirtschaftsbetriebe verkauft habe. Für Investoren sei der Erwerb von Flächen zunehmend uninteressant. Sie kauften eher ganze Betriebe, worauf die BVVG keinen Einfluss habe. Wenig spektakulär verläuft auch der begünstigte Flächenerwerb von Alteigentümern, den das Flächenänderungsgesetz seit Frühjahr 2011 vorsieht. Zurzeit liegen zwar rund 2.300 zu bearbeitende Anträge von Alteigentümern vor, doch seien nur 20 Prozent der Anträge vollständig. (da)

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