BVVG schließt Niederlassungen

Das Interesse, Ackerland zu kaufen, ist bei landwirtschaftlichen Unternehmen in Ostdeutschland ungebrochen groß. Die BVVG kann viele Direktverkäufe realisieren.

In diesem Jahr will die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) rund 39.000 ha Acker- und Grünland privatisieren. Bisher verlaufen die Direktverkäufe sowie die Umwandlung von Pachtflächen in Eigentum planmäßig, erklärte heute BVVG-Geschäftsführer Wilhelm Müller in Berlin. Der Verkauf von ehemals volkseigenen Waldflächen soll schon Ende 2014 abgeschlossen sein.

Insgesamt hat die BVVG noch rund 292.000 ha Acker- und Grünland zu privatisieren. Dies soll mit einer kleineren Mannschaft erfolgen. Bis zum Jahr 2016 werden vier von acht Niederlassungen geschlossen. Übrig bleiben die Landesniederlassungen in Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern), Magdeburg (Sachsen-Anhalt), Dresden für Sachsen und Thüringen und Berlin zusammen mit Brandenburg.

Die Bodenpreise steigen derzeit nicht mehr so rasant wie in früheren Jahren, doch bleibt Ackerland teuer. Der durchschnittliche Kaufpreis für landwirtschaftliche Flächen, den die BVVG im 1. Halbjahr 2012 erzielen konnte, liegt bei 13.704 €/ha. Für die Neupacht von Flächen müssen durchschnittlich 284 €/ha und Jahr veranschlagt werden.

Die BVVG gibt es nunmehr seit 20 Jahren. Seither wurden mehr als 1,3 Mio. ha Land- und
Fortwirtschaftsflächen verkauft. Der Bund verdiente an seiner 100-prozentigen Tochtergesellschaft BVVG rund 5,3 Mrd. €. Allein in diesem Jahr dürfte die BVVG rund 450 Mio. € aus Verkäufen an den Bund überweisen. (da)
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