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Morgen, am 1. April, tritt die Verordnung zur Durchführung der Zusatzabgabenregelung für den Milchsektor in Kraft. Sie regelt das künftige Verfahren der Milchqotenübertragungen. Grundsätzlich ist der Handel von Referenzmengen nur noch über sogenannte Verkaufsstellen an drei Terminen im Jahr zulässig. In diesem Jahr wird es nur einen Termin geben. Für den ersten Handelstag am 30. Oktober 2000 müssen alle Gebote spätestens am 29. September bei den regionalen Verkaufsstellen vorliegen. Für den zweiten Handelstag am 31. Januar 2001 lauft diese Frist am 29. Dezember 2000 ab. Verpachten und Verleasen von Referenzmengen sind künftig nicht mehr möglich. Die Verkaufsstellen ermitteln aus den eingehenden Kaufs- und Verkaufsgeboten einen Gleichgewichtspreis, zu dem dann alle Geschäfte abgewickelt werden. "Eine Prognose über die Höhe dieses Preises ist nicht möglich", meint Till Backhaus, Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern. Die Landwirte sollten jedoch bei ihren Geboten hinreichend ihre wirtschaftlichen Gegebenheiten berücksichtigen und nur den Preis bieten, der von ihren Unternehmen auch getragen werden kann, rät der Minister. Wer in Mecklenburg-Vorpommern die Aufgaben der Verkaufsstelle wahrnimmt, werde in Kürze entschieden. (ED)
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