Rinderschlachthof

Backhaus kritisiert Schließung in Anklam


Vion bereinigt weiter seine Unternehmensstruktur. Spätestens zum 30. September soll der Schlachthof in Anklam (Mecklenburg-Vorpommern) geschlossen werden. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus bedauerte die Entscheidung. Die Schließung bedeute den Abbau von 70 Arbeitsplätzen. Backhaus erinnerte daran, dass der Bau des Schlachthofes im Jahr 1994 mit 11,8 Mio. € aus EU-, Bundes und Landesmitteln gefördert worden war. Da alle Zweckbindungsfristen abgelaufen sind, seien Rückforderungen nicht mehr möglich.

Am Schlachthof Anklam wurde bereits in 2006 die Schweineschlachtung eingestellt. Zuletzt wurden dort 700 Rinder pro Woche geschlachtet. Vion will die Rinderschaltungen in Bad Bramstedt konzentrieren. In die Modernisierung des Fleischwerkes in Schleswig-Holstein mit einer Wochenkapazität von 3000 Rindern, investierte das Unternehmen 1,5 Mio. €. Ebenfalls zum 30. September soll die Vion-Zerlegung am Schlachthof Frankfurt am Main geschlossen werden. Die Kunden in der Mitte Deutschlands werden in Zukunft von den Vion-Standorten Hilden im Rheinland und Crailsheim in Baden-Württemberg beliefert, teilte das Unternehmen mit. (SB)
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