Backhaus lässt deutsche Amflora testen


Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus untersagt den Vertrieb der im Bundesland geernteten Kartoffeln der Sorte Amflora. Er reagiert damit auf Sortenvermischungen in Schweden. Die gentechnisch veränderte (GV-)Kartoffelsorte Amfora ist kürzlich in Zepkow in Mecklenburg-Vorpommern geerntet worden. In Schweden wurden in dieser Woche eine Vermischung der GV-Kartoffelsorten Amflora und Amadea bekannt. Amadea besitzt noch keine Zulassung.

Backhaus will nun in Deutschland das Inverkehrbringen der Stärkekartoffel sperren. Das Züchtungsunternehmen BASF SE müsse erst zweifelsfrei nachweisen, dass die in Zepkow geernteten Amflora-Kartoffeln sortenrein seien und keine Verunreinigungen aufweisen, fordert Backhaus. Er beruft sich auf das Gentechnikgesetz.  

„Die Vorfälle in Schweden bestätigen die Probleme, die ich in der  Koexistenz beim Anbau von GV-Pflanzen sehe. Mein Vertrauen in das Qualitätssicherungssystem der BASF ist stark erschüttert", sagte Backhaus in Schwerin. Das Landesamt für Landwirtschaft in Schwerin werde das Erntegut aus Zepkow auf Verunreinigungen kontrollieren. Zudem will  Backhaus Qualitätsmanagement und Verfahrensabläufe bei der Pflanzkartoffelernte, -lagerung und -ausbringung der BASF prüfen lassen. (da)
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